Das Konzept


1. Unsere Kita stellt sich vor

 

1.1. Träger der Einrichtung

Der Träger des Bewegungskindergartens „Die Springmäuse“ ist der Turnverein Fischbek von 1921 e.V. Seit 1995 arbeiten wir in unserem neuen Haus. Den Kindergarten selbst gibt es schon seit mehr als 30 Jahren.

 

1.2. Lage der Einrichtung

Der Bewegungskindergarten liegt in der Siedlung Sandbek, im Ohrnsweg 50. Versteckt hinter dem Freizeitzentrum, neben den Tennisplätzen an Feldern und Wiesen gelegen. Die Straße Ohrnsweg ist verkehrsberuhigt und der Kindergarten liegt an einer kleinen Sackgasse ohne Durchgangsverkehr.

 

1.3. Art der Einrichtung

Wir sind ein Bewegungskindergarten. Das heißt, hier habe die Kinder im besonderen Maße Gelegenheit sich im Haus und auf dem Außengelände zu bewegen. Seit 2005 gibt es in Hamburg die Möglichkeit für Kindertagesstätten, sich um das Gütesiegel „Bewegungskita“ zu bewerben. Seit Mai 2007 sind wir ausgezeichnet mit dem „Gütesiegel Bewegungskindergarten“

 

1.4. Räume und Außengelände

 

In unserm Haus werden die Krippenkinder und die Elementarkinder in zwei Bereichen getrennt betreut. Jedem Bereich stehen mehrere Funktionsräume zu Verfügung.

Den Wasch- und Toilettenraum teilen sich zur Zeit die beiden Gruppen.

Im Flurbereich ist ein kleiner Abstellraum, der neben den pädagogischen Materialien auch für die Putzmittellagerung benutzt wird.

Weiterhin steht eine ca. 100 qm² große Bewegungshalle zur Verfügung. Hier finden unter anderem regelmäßig Bewegungsangebote nach psychomotorischen Gesichtspunkten statt.

Das Mittagessen wir im neu gestalteten Kinderrestaurant gegessen. Dies liefert eine Vollwertküche täglich heiß und frisch.

Die Kitaleiterin teilt sich das Büro mit der Geschäftsstelle des TV Fischbek e.V. und mit der Geschäftsstelle des Freizeitzentrums e. V. Diese sind nur stundenweise besetzt.

Vor dem Kindergarten ist ein eingezäuntes Außengelände, auf dem die Kinder ungestört spielen können. Auf dem Außengelände befinden sich eine Schaukel, ein Spielhäuschen, ein Klettergerüst mit Rutsche und Hütte, verschiedene Schaukelobjekte, kleine Tische und ein Hügel. Die Rasenflächen werden besonders im Sommer zum Sitzen, Spielen und Ausruhen benutzt.

 

1.5. Struktur der Einrichtung

In unserem Haus werden Kinder bis 3 Jahre (Krippe) und Kinder ab 3 Jahren bis zum Schuleintritt (Elementarkinder) aufgrund der unterschiedlichen Bedürfnisse in zwei getrennten Bereichen betreut.

In der Krippengruppe finden 12 Kinder Platz und werden von 2 pädagogischen Fachkräften betreut.

Im Elementarbereich können 34 Kinder in einem offen angelegten Bereich in verschiedenen Funktionsräumen, leben und lernen.

Die Funktionsbereiche sind:

-        Bewegungshalle

-        Atelier

-        Bauraum/Mathematik

-        Rollenspielraum

-        Kinderrestaurant

Jeder Raum wird von mindestens einer Fachkraft betreut.

 

1.6. Mitarbeiterinnen

Insgesamt arbeiten 10 pädagogische Mitarbeiterinnen und eine Kitaleiterin mit unterschiedlichen Arbeitszeiten und Stundenzahl in unserer Kita.

Die Einrichtung unterstützt auch die Ausbildung von Erzieherinnen und Sozialpädagogischen Assistentinnen und bietet für die Praktikantinnen aus diesen Schulen Praktikumsplätze an.

1.7. Leistungsarten und Öffnungszeiten

Im Bewegungskindergarten „Springmäuse“ können Gutscheine mit folgenden Leistungsarten eingelöst werden:

Krippe       6  Stunden

Krippe       8  Stunden

Krippe       10 Stunden

 

Elementar 5  Stunden (nur mit Mittagessen)

Elementar 6  Stunden

Elementar 8  Stunden

Elementar 10 Stunden

Elementar 12 Stunden

Das Mittagessen ist jeweils inklusive.

 

Die Halbtagskinder (Gutscheine mit 5 Stunden) können den Bewegungskindergartens von 8.00 bis maximal 13.00 Uhr besuchen.

Die Ganztagskinder (Gutscheine ab 6 Stunden) können von 8.00 bis 16.00 Uhr betreut werden.

Für Kinder berufstätiger Eltern besteht, je nach Leistungsart, die Möglichkeit, den Frühdienst ab 6.00 Uhr und/oder den Spätdienst bis 18.00 Uhr zu nutzen.

Die genaue Betreuungszeit richtet sich nach der Leistungsart des Gutscheines und den Bedürfnissen der Eltern.

Während der Hamburger Sommerferien bleibt die Einrichtung für 2 Wochen komplett geschlossen. Ab 2012 schließen wir in den Sommerferien 3 Wochen, wobei davon eine Woche ein Notdienst eingerichtet wird. Diese Zeit wird unter anderem für eine Grundreinigung genutzt.

In den Tagen zwischen Weihnachten und Neujahr ist die Einrichtung ebenfalls geschlossen.

An zwei Tagen im Jahr kann die Einrichtung zur konzeptionellen Weiterentwicklung zusätzlich geschlossen werden.

 

1.8. Aufnahmekriterien

Durch den Besitz eines Gutscheines erlangen Eltern grundsätzlich die Möglichkeit, sich eine anerkannte Kinderbetreuung ihrer Wahl in Hamburg zu suchen. Wir vergeben die Plätze nach zeitlicher Anmeldefolge. Haben wir mehr Anmeldungen als Plätze, wird eine Warteliste geführt. Wir behalten uns vor, Kinder aus sozialen oder pädagogischen Gründen vorzuziehen.

 

 

2. Pädagogische Arbeit

2.1. Der Bildungsauftrag der Einrichtung

Bildung beginnt mit der Geburt. In keinem anderen Lebensalter wenden sich Kinder mit so großer Begeisterung und mit so viel Neugierde ihrer Umwelt zu, wie in den ersten 6 Lebensjahren. Und in keinem anderen Lebensalter spielt Bewegung eine so große Rolle. Bewegung zählt zu den elementaren Ausdrucksformen der Kinder. In einem Bewegungskindergarten haben die Kinder im besonderen Maße die Möglichkeit, ein vielfältiges Bewegungsangebot zu nutzen, das alle Sinne anspricht. Die Einrichtung bietet aber auch Raum für soziale Kontakte, etwa zu Gleichaltrigen, und dadurch eine Voraussetzung zum sozialen Lernen untereinander. Hier können die Kinder lernen, sich in einer Gruppe zu behaupten und auch Konflikte untereinander zu lösen.

 

2.2. Das Bild vom Kind

Unser Bild vom Kind ist geprägt von den unterschiedlichen Erfahrungen im eigenen Elternhaus, durch die Schule, durch Beziehungen zu anderen Menschen und durch die Wertmaßstäbe, die uns im Laufe unseres Lebens vermittelt wurden, und durch unsere professionelle Ausbildung als Pädagoginnen.

Und auch durch die Erfahrungen in unserer täglichen Arbeit mit den Kindern.

Das Kind lernt von Geburt an. Es möchte die Welt entdecken, erforschen und gestalten. Das Kind lernt durch eigenes Handeln. Zunächst, indem es alles „begreift“ und später, indem es sich handelnd mit seiner Umwelt auseinandersetzt und somit sich selbst und die Wirklichkeit über seinen Körper erfährt. Sind die Bewegungen und Aktivitäten des Kindes zunächst noch eher unkoordiniert, so lernt es im Laufe der frühen Kindheit immer mehr diese zu beherrschen und willentlich zu steuern. Das Kind gewinnt durch sein Tun Erkenntnisse über seine materiale Umwelt, seine soziale Umwelt und seinen Körper. Die Erfahrungen des Kindes über seinen Körper in der frühen Kindheit sind Grundlage seiner Persönlichkeitsentwicklung.

 

2.3. Die Rechte der Kinder

Die Mitarbeiterinnen der Kita „Springmäuse“ haben in der Zeit von September 2007 bis November 2010 an dem Qualitätsentwicklungsverfahren des Dachverbandes SOAL teilgenommen.

Das SOAL-QE© Verfahren orientiert sich an folgenden Rechten der Kinder, die wir als Grundsätze unserer Arbeit begreifen:

· Kinder haben ein Recht auf Bildung ab der Geburt

· Kinder haben ein Recht auf ErzieherInnen, die ihre biographischen   Lebenserfahrungen hinterfragen

· Kinder haben ein Recht auf ErzieherInnen, die ihr pädagogisches Verhalten reflektieren

· Kinder haben ein Recht auf eigene Bildungsprozesse, die von Erwachsenen anerkannt werden, obwohl sie häufig rätselhaft und fremd erscheinen

· Kinder haben ein Recht auf Themen, Umgebungen und Materialien die entdeckendem Lernen Raum geben

· Kinder haben ein Recht auf ErzieherInnen, die ein vertieftes Interesse an einem
Bildungsbereich haben

· Kinder haben ein Recht auf eine qualitative Sicherung ihrer Bildungsprozesse

4. Ernährung

Auf die Ernährung legen wir ganz besonders viel Wert. Im Oktober 2005 hat daraufhin die Kita, gemeinsam mit der Elternversammlung beschlossen, dass das Frühstück vom Kindergarten angeboten wird. Die Eltern zahlen dafür gesondert einen Beitrag von 10,00 € für Halbtagskinder und 15,00 € für Kinder, die noch am Nachmittagsimbiss teilnehmen.

Das Frühstück findet als offenes Angebot für die Elementarkinder in der Restaurantküche und für die Krippenkinder an einem Tisch im Gruppenraum statt. Hier können sich die Kinder selbst Brote oder Müsli zubereiten. Je nach Wochentag wechselt das Angebot. Täglich gibt es frisches Obst und Gemüse roh zum Knabbern.

Unser Mittagessen liefert uns zurzeit täglich heiß und frisch die Vollwertküche „Essen für Kinder“ - Porschke GmbH. Diese Küche achtet besonders darauf, möglichst viele Produkte aus kontrolliert biologischem Anbau und aus heimischer Wirtschaft zu verwenden. Die Firma Porschke bietet außerdem ein Jahreszeiten entsprechendes Nahrungsmittelangebot. Auch unbekanntere Gemüsesorten, wie z. B. Pastinaken, Schwarzwurzeln oder Teltower Rübchen, stehen hier auf dem Speiseplan. Auf Farbstoffe, Geschmacksverstärker und sonstige Zusatzstoffe wird vollkommen verzichtet. Dies kommt besonders den Kindern zugute, die allergische Reaktionen zeigen oder sonstige Unverträglichkeiten haben.

Jederzeit haben die Kinder die Möglichkeit, Selters, Apfelsaftschorle und Tee zu trinken. Kakao und Milch gibt es nur zur Frühstückszeit.

 

 

5. Elternarbeit

Der Bewegungskindergarten versteht sich als Familien ergänzende Einrichtung. Dass heißt, dass die Kinder sowohl zu Hause als auch im Kindergarten Erziehung erfahren. Damit Eltern und Kindergarten zum Wohle des Kindes zusammenarbeiten können, ist ein kontinuierlicher Kontakt notwendig.

 

Um die Eltern am Geschehen in der Kita zu beteiligen, finden verschiedene Formen der Elternarbeit statt:

 

-         Informationselternabende: Zweimal im Jahr finden Informations- und Austauschelternabende statt. Hier wird über den Kita-Alltag und den Jahreslauf informiert.

 

-         Tür-und-Angel-Gespräche: Kurze Absprachen, Fragen und Informationsaustausch zu aktuellen Tagesthemen finden in diesen Gesprächen statt.

 

-         Einzelgespräche zum Entwicklungsstand des Kindes: Ein bis zwei mal jährlich finden Gespräche zum Entwicklungsstand des Kindes statt.

 

-         Hospitationen in der Gruppe: Die Eltern sind eingeladen, nach Absprache, am Gruppenalltag ihres Kindes teilzunehmen. Hier haben Eltern die Gelegenheit, ihr Kind ganz anders kennenzulernen. Auch für die Kinder ist es spannend, den Eltern „ihre“ Gruppe zeigen zu können und sie an ihrer Kinderwelt teilhaben zu lassen.

 

-         Mitwirkung bei der Vorbereitung und Durchführung von Festen

 

-         Eltern-Kind–Nachmittage: Der Kindergarten bietet Eltern-Kind-Nachmittage an. Hier werden z.B. gemeinsame Bewegungsspiele in der Halle erlebt, jahreszeitlich aktuelle Bastelangebote durchgeführt und gemeinsam gesungen,  getanzt und gespielt.

 

-         Weihnachtsbasteln der Eltern für die Kinder: Zu Weihnachten basteln die Eltern für die Kinder ein kleines Geschenk, das dann  Weihnachtsfeier überreicht wird. Zum Beispiel ein selbstgestaltetes Puzzle, ein bemalter Turnbeutel, eine geschmückte Schatztruhe etc..

 

-         Elternvertreter: Die Elternvertreter treffen sich zweimal im Jahr und werden dabei auch über Veränderungen und Pläne informiert. Der Elternbeirat hat das Recht, sich bei wesentlichen Angelegenheiten der Tageseinrichtung zu beteiligen.

 

Besonderen Wert legen wir auf die Einzelgespräche mit den Eltern. Diese Gespräche ermöglichen es uns, ein tieferes Verständnis von dem Kind und seinem Verhalten zu bekommen.

 

 

6. Sprachförderung

Eine gemeinsame Sprache ist Voraussetzung für jedes soziale Miteinander. Zurzeit ist die Mehrzahl der Kinder bei uns in der Einrichtung muttersprachlich nicht deutsch. Um ihnen den Zweitspracherwerb zu erleichtern und gute Ausgangsbedingungen für den späteren Schulbesuch zu schaffen, findet für diese Kinder nach Bedarf eine spezielle Sprachförderung statt.

Weiterhin arbeiten wir hier eng mit der benachbarten Grundschule am Ohrnsweg in einem Projekt zusammen. Zweimal in der Woche kommt eine Lehrerin und holt eine Gruppe Kinder zur Sprachförderung in die Schule.

 

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